mehrwert Berlin

Aktuelles

Mehrwert durch mehr Austausch

Links: BVG-Vorstandsvorsitzende Dr. Sigrid Evelyn Nikutta stellt im Eingangsvortrag die Initiative „mehrwert Berlin“ vor; rechts: Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe und Dr. Michael Garmer, Energiepolitischer Sprecher der CDU-Fraktion

Am 27. März 2012 fand die Veranstaltung „mehrwert Berlin trifft Regierung“ in der Humboldt-Box Berlin statt. Und der Name war Programm: Den Spitzen der neuen Landesregierung, unter ihnen Arbeitssenatorin Dilek Kolat und ihr Staatssekretär Farhad Dilmaghani, wurde die „mehrwert“-Initiative und die Arbeit der 15 beteiligten Landesunternehmen vorgestellt.

„Diese Unternehmen stehen der Stadt Berlin gerne zur Seite und unterstützen vielfältige Aufgaben der Daseinsvorsorge“, betonte BVG-Chefin Dr. Sigrid Evelyn Nikutta in ihrem Eingangsvortrag. Mit dem Jahresthema „Zukunftsräume“ greife die Initiative die aktuellen Fragen der Stadtentwicklung auf.

Ziel der Veranstaltung war es zudem, den Austausch zwischen Landespolitik und den öffentlichen Unternehmen zu vertiefen. Inwieweit ist es von der Politik gewünscht, dass sie sich neben ihren Kernaufgaben sozial und ökologisch engagieren? Diese und weitere Fragen wurden in den Gesprächen der Politiker mit den Geschäftsführern und Vorständen der Landesunternehmen erörtert.

Frau Dr. Nikutta betonte in ihrem Vortrag, dass den Unternehmen das Wohl ihrer Beschäftigten wie auch das Wohl aller Berlinerinnen und Berliner am Herzen liege. Sie repräsentierten über 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Familien – also über 250.000 Berlinerinnen und Berliner, die sich der Stadt besonders verbunden fühlen. Mit einem Umsatz von insgesamt über fünf Milliarden Euro und einem Investitionsvolumen von fast 3,5 Milliarden Euro im Jahre 2010 seien sie überdies ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Stadt.

mehrwert Berlin“ startet Ausbildungsportal

Ausbildungsplätze bei 15 Landesunternehmen auf einen Blick

Nach der Schule voll durchstarten? Einen Beruf mit Zukunft erlernen? Die Initiative „mehrwert Berlin“ erleichtert es Jugendlichen, den passenden Ausbildungsplatz zu finden: Das eigens für die „mehrwert“-Website entwickelte Online-Portal ist jetzt gestartet. Zusammengestellt sind im Portal alle Ausbildungsstellen und Dualen Studiengänge der 15 großen Landesunternehmen, die zur Initiative gehören.

„Jedes Jahr geben die ‚mehrwert’-Unternehmen über 2.000 Jugendlichen die Chance, eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung zu erhalten“, sagt Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorsitzende des Vorstands der BVG. „Denn ganz gleich in welchem Kerngeschäft die Unternehmen tätig sind, eines ist uns gemeinsam: Wir haben den Anspruch, faire, soziale und zukunftsorientierte Arbeitgeber zu sein“.

Jugendliche auf Ausbildungsplatzsuche finden das Portal ab sofort unter www.mehrwert-berlin.de/ausbildungsportal. Es gliedert sich in neun Kategorien und ist entsprechend der Nutzungsgewohnheiten der jungen User angelegt: Die Berufsbezeichnungen sind mit Links hinterlegt, die direkt in den Ausbildungsbereich der Websites der einzelnen Unternehmen führen. Von Altenpfleger/in über Immobilienkaufmann/-frau, Mechatroniker/in und Systeminformatiker/in bis hin zu Veranstaltungskaufmann/-frau sind im Portal insgesamt 38 Ausbildungsberufe aufgeführt. Zusätzlich sind dort 13 Duale Studiengänge angeboten.

Über einen Link ist auch die Website von „Berlin braucht dich!“ zu erreichen, auf der weitere Ausbildungsplatzangebote zu finden sind. „mehrwert Berlin“ unterstützt diese Kampagne des Berliner Senats, die sich an Jugendliche mit Migrationshintergrund wendet, um ihnen eine Ausbildung im Öffentlichen Dienst und Unternehmen des Landes Berlin zu ermöglichen. Die „mehrwert“-Unternehmen bieten im Rahmen der Kampagne unter anderem dreiwöchige Betriebspraktika und Bewerbertage an.

Energie-Anstoß am Arbeitsplatz

Rote Karte für Energieschleudern: Neues Projekt der Berliner Energieagentur hilft, den Energie- und Wasserverbrauch zu senken

Die Berliner Energieagentur bietet seit Anfang 2012 im Projekt „Anstoß Energie – Energiesparen am Arbeitsplatz“ nutzerorientierte Beratung zur Reduktion von Energie- und Wasserverbräuchen an.

Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die Energie in Kindertagesstätten, Sportstätten, Krankenhäusern und Bürogebäuden nutzen. „Anstoß Energie“ baut auf Erfahrungen früherer Projekte auf und bietet Lösungen, um nachhaltig durch gering- und nichtinvestive Maßnahmen Energie- und Wasserkosten zu sparen. Kernbausteine des Projektes sind die Erfassung des Ausgangszustands, persönliche Gespräche, Schulungen und die Entwicklung von gemeinsamen Strategien zur Verstetigung von ressourcensparendem Handeln aller Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz.

Das Projekt „Anstoß Energie - Energiesparen am Arbeitsplatz“ ist Teil des ImpulsE Programms der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Anfragen zur Teilnahme von Unternehmen nimmt Mechthild Zumbusch von der
Berliner Energieagentur entgegen.
zumbusch@berliner-e-agentur.de
Tel.: 030/29333062

Entsorgung von übermorgen

Heute über die Zukunft nachdenken und Innovationen vorantreiben, das sieht die Berliner Stadtreinigung längst als eine ihrer Aufgaben. Dabei kommen die Fragestellungen aus der operativen Arbeit und aus den Anforderungen, die Kunden künftig haben könnten. Ein interdisziplinäres Team steuert den Prozess innerhalb des Unternehmens – das Ideenlabor.

Dabei wird nicht nur die Kompetenz im eigenen Unternehmen genutzt, sondern auch die Kooperation mit anderen Unternehmen und vor allem frische Ideen von außen. So gab es im Wintersemester 2011/2012 eine Kooperation mit verschiedenen Hochschulen, unter anderem mit der Fachhochschule Potsdam. Ziel des Projektes unter der Anleitung der Professoren Nils Krüger und Thomas Ingenlath war die Entwicklung von Alternativen innerhalb der privaten Abfallkette im urbanen Raum - gegenständlich, strukturell oder interaktiv. Dafür sollten anhand unterschiedlicher Szenarien neue Konzepte erarbeitet und über den Entwurf bis zum Modellbau oder Prototyp ausgeführt werden. Die Aufgabe: neue Ideen für die Müllabfuhr zu entwickeln und dazu passende Produkte zu gestalten.

Zwei BSR-Mitarbeiter vom Ideenlabor kamen eigens in die Fachhochschule, um über die Abläufe bei der Müllabfuhr zu berichten. Einige der Studierenden nahmen das Angebot, auf einer regulären Mülltour mitzufahren, an. Daraus entstanden dann ganz praktische Zukunfts-Ideen, die aus der eigenen Erfahrung mit den schweren Mülltonnen entwickelt wurden: Bastian Schulz zum Beispiel hat einen Elektrozusatzmotor für die 660 und 1.100-L-Tonnen entwickelt, der sogar Bordsteinkanten bis zu 20 cm Höhe überwinden kann – ein wichtiges Detail. Der „Dolly“ unterstützt die Müllwerker beim Transport der vollen Tonnen zum Sammelfahrzeug. Eine weitere Idee aus dem „Potsdamer Labor“: die Ergonomie beim Ziehen der großen Tonnen durch eine Deichsel an der Tonne verbessern und die Räder der Gefäße vergrößern. Das vermindert das Rollgeräusch und lässt die Tonne einfacher steuern.

Wie sehen die Müllstandplätze von übermorgen aus? Ob die Unterflurbehälter in Zukunft mit einem solchen Saugrüssel-Fahrzeug entleert werden, bleibt abzuwarten. Das jedenfalls ist die Idee dreier Produktdesignstudenten der FH Potsdam.
 
Die drei Einfüllstutzen folgen einem neuen Trennkonzept: ein Stutzen für trockene – stofflich verwertbare – Abfälle, wie Papier, Holz, Metalle, Kunststoff oder Textilien. Der zweite Stutzen ist für organische Abfälle, die zu Biogas und Dünger verarbeitet werden sollen und der dritte Stutzen ist für alle übrigen Abfälle. Diese sollten nach den Vorstellungen der Studierenden zur Stromherstellung energetisch verwertet werden.

Eine andere der insgesamt dreizehn Gruppen präsentierte einen Unterflurbehälter genau unterhalb der Toreinfahrt. Die Überlegung: die Toreinfahrt ist naturgemäß gut von der Straße erreichbar, um den Container herauszuheben und sie wird – so die Hoffnung der Entwickler – nicht zugeparkt.

Die Studierenden haben dann praktischerweise neben dem Einwurf gleich noch eine Stromladestelle für Elektrofahrzeuge sowie eine Paketanlieferstation gestaltet. Ob die Ideen übermorgen Realität werden, kann man heute nicht wissen. Klar ist aber, dass es sich auf jeden Fall lohnt, ohne die berühmte Schere im Kopf neue Ideen zu entwickeln und daraus innovative Produkte zu gestalten. Das gilt auch für die übrigen neun Präsentationen.

Schneller und grüner in die Innenstadt mit der neuen U5

Neue Visitenkarte für die Hauptstadt: der zukünftige U5-Bahnhof Museumsinsel des Architekten Max Dudler, Visualisierung: Bünck+Fehse, Berlin

Direkt in und durch Berlins historische Mitte errichten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) drei neue U-Bahnhöfe und zwei Kilometer Tunnel. Als eines der anspruchsvollsten Verkehrsprojekte in der Berliner U-Bahn-Geschichte entlastet es den Innenstadtverkehr und reduziert den CO2-Ausstoß. Zugleich wird die neue U5 die erste komplett barrierefreie U-Bahnlinie sein. Für mobilitätseingeschränkte Personen wird es ab 2019 noch leichter, ins Zentrum zu gelangen.

Der „Lückenschluss“ verlängert die U5 vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor und führt sie dort mit der bereits fertigen U55 zusammen. Die östlichen Stadtteile Friedrichshain, Lichtenberg und Hellersdorf erhalten eine direkte Anbindung an die historische und neue Mitte. Der Hauptbahnhof, das Regierungsviertel und zahlreiche Sehenswürdigkeiten werden mittels der drei neuen Bahnhöfe Unter den Linden, Museumsinsel und Berliner Rathaus erschlossen. Damit vollendet die BVG, was in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts als erste Planung begann.

Für die 22 Kilometer lange Strecke werden über 100.000 Fahrgäste täglich erwartet. Der Boulevard Unter den Linden ist mit durchschnittlich 15.000 Autos pro Tag einer der verkehrsreichsten Straßenzüge Berlins. Durch die neue U5 verringert sich der Autoverkehr in der Innenstadt erheblich, allein auf dem Boulevard Unter den Linden um mindestens 20 Prozent.

Die unterirdische und umstiegsfreie Anbindung von Rotem Rathaus und Nikolaiviertel, des Schlossplatzes und der Museumsinsel sowie der geschäftigen Kreuzung Friedrichstraße/Unter den Linden reduziert den Straßenverkehr und senkt den CO2-Ausstoß.

Beim Bau der neuen Verbindung wird auf Umweltverträglichkeit sowie Lärmschutz geachtet. Um die Verkehrsbelastung durch Baufahrzeuge möglichst gering zu halten, wird am Marx-Engels-Forum eine Hafenanlage gebaut. Der Abtransport und die Anlieferung von Material verlagern sich auf das Wasser. Der Hafen ist ein weiterer wichtiger Baustein im Umweltkonzept der BVG, denn so werden der ohnehin schon verkehrsgeplagten Innenstadt rund 12.000 Lkw-Fahrten erspart.

www.BVG.de/u5

Klappe, die Zweite für klassewasser.de und Wärme aus Abwasser in Schöneberg

Neben dem Ausbau der Wasser-Internetseite und dem Baustart des Projektes zur Wärmerückgewinnung aus Abwasser gehen die Berliner Wasserbetriebe einen weiteren Schritt in Richtung energieautarkem Klärwerk und begleiten darüber hinaus das Projekt ASKURIS der TU Berlin.

Im November 2010 ging die Kinderwebseite klassewasser.de in neuer Aufmachung an den Start und heimste prompt einen Econ-Award in Gold ein. Nachdem sich die Seite zunächst an Grundschüler und ihre Lehrer wandte, stehen nun auch die Jugendlichen der Sekundarstufe im Fokus. Ein Einstiegsportal bietet den Nutzern die Möglichkeit, zwischen den verschiedenen Altersstufen und dem Lehrerzimmer zu wählen. Die Inhalte, die gemeinsam mit Lehrkräften Berliner Schulen erarbeitet wurden, sollen Hausaufgabenhilfe und Wissens-Pool zugleich sein. Zahlreiche Freizeit-Tipps, spannende Themen wie das virtuelle Wasser und ein Bereich zur Berufsorientierung runden das Angebot der Webseite ab.

Bereits im Januar dieses Jahres erfolgte der Baustart für ein Projekt zur Wärmerückgewinnung aus einem Abwasserkanal. Genutzt wird die künftig gewonnene Energie für die Schwimmhalle am Sachsendamm 11 in Schöneberg. Das Projekt ist, neben der Anlage am Möbelhaus Ikea in Lichtenberg sowie an zwei Berliner Schulen, bereits das vierte dieser Art. Jedoch entsteht in Schöneberg die erste Anlage, die bei der Rückgewinnung von thermischer Energie auf Gas-Absorptionswärmepumpen setzt. Die Durchführung dieses Projektes erfolgt gemeinsam mit den Berliner Bäder-Betrieben.

In Punkto Nachhaltigkeit gibt es auch aus dem Klärwerk Schönerlinde Neuigkeiten zu vermelden. Seit vielen Jahren wird in Berlins drittgrößtem Klärwerk ein Blockheizkraftwerk betrieben, das in Faulgasbehältern gewonnenes Biogas in Strom und Wärme umwandelt. Eine Mikrogasturbine wird die Anlage zukünftig ergänzen, um das Biogas noch effizienter zu nutzen und dadurch das gesamte Klärwerk von Energiezulieferern noch unabhängiger zu machen.

Als Praxispartner der Technischen Universität Berlin begleiten die Berliner Wasserbetriebe derzeit außerdem das Projekt „Anthropogene Spurenstoffe und Krankheitserreger um urbanen Wasserkreislauf: Bewertung, Barrieren und Risikokommunikation“, kurz ASKURIS. Hierbei werden Verfahren zur Analytik und Bewertung von Spurenstoffe und Bakterien weiter entwickelt und darüber hinaus verschiedene technische Entfernungsoptionen aus ökonomischer sowie ökologischer Sicht bewertet. Aufgabe der Berliner Wasserbetriebe ist es, die Verfahren zur Spurenstoffentfernung zu erproben.

„Jule“ – Modellprojekt für junge Alleinerziehende

In Marzahn-Hellersdorf haben sich auf Initiative der degewo viele Akteure zusammengeschlossen, um jungen Alleinerziehenden in ein selbstständiges Leben zu helfen.

Das Projekt „Jule“ unterstützt alleinerziehende Mütter und Väter zwischen 18 und 27 Jahren durch ein vernetztes Angebot mit Wohnen, Kinderbetreuung und Arbeit. Eines müssen die Teilnehmer jedoch mitbringen: Den Willen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. degewo, Senat, Bezirksamt, Jobcenter, der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis und der Kinderring Berlin e.V. – es hilft ein ganzer Bezirk.

„Marzahn-Hellersdorf ist die Hochburg der Alleinerziehenden in Berlin, viele suchen bei uns nach einer Wohnung. Doch oft fehlt ein Schulabschluss oder eine Ausbildung, so mancher hat zudem einen Negativeintrag in einem Schuldnerverzeichnis. Wir wollen diesen jungen Menschen helfen, den Kreislauf zu durchbrechen“, sagte Frank Bielka, Vorstandsmitglied der degewo und Initiator des Projekts. Das Wohnungsunternehmen brachte alle Akteure zusammen und stellt für das Projekt 15 Wohnungen in der Golliner Straße 5 und 7 in Marzahn-Nord zur Verfügung. Im Rahmen der laufenden Sanierung der Häuser wird bis Mai dieses Jahres auch ein rund 200 Quadratmeter großer Treffpunkt für die jungen Eltern und ihre Kinder geschaffen.

„Unser Ziel ist es, die Lebenschancen von jungen Alleinerziehenden und deren Integration in die Gesellschaft zu verbessern. Bei einem solch breiten Bündnis bin ich zuversichtlich, dass uns das gelingt“, sagte Staatssekretär Ephraim Gothe von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bei der Vorstellung des Projekts. Der Senat fördert es über das Programm „Aktionsräume plus“.

Anders als bei anderen Programmen für Alleinerziehende bietet „Jule“ alles aus einer Hand. Die jungen Mütter oder Väter beziehen eine Wohnung und erhalten Unterstützung bei der Kinderbetreuung, damit sie sich ganz auf ihren Schulabschluss oder die Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz konzentrieren können. Auch dabei helfen die Projektpartner mit Beratungsangeboten und gezielter Förderung. Die Alice-Salomon-Hochschule sorgt für eine wissenschaftliche Begleitung, damit andere Berliner Bezirke sowie Städte bundesweit von „Jule“ lernen können.

www.degewo.de



Wettbewerb: „Nachhaltigkeit macht Schule“

Das städtische Wohnungsunternehmen GESOBAU und der Recycling-Spezialist ALBA Group rufen mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung im Vorfeld der Rio*20-Konferenz alle Berliner Schulen zum Wettbewerb „Nachhaltigkeit macht Schule“ auf. Die Sieger werden am bundesweiten Deutschen Aktionstag Nachhaltigkeit, am 4. Juni 2012 geehrt. Von 12 bis 18 Uhr verwandelt sich der Berliner Alexanderplatz in einen bunten Ideen-Marktplatz, auf dem zahlreiche Schulklassen ihre Projekte ins Rampenlicht rücken. Eine Wanderausstellung präsentiert erstmalig die herausragendsten Leistungen und ein buntes Bühnenprogramm sorgt für gute Unterhaltung.  

Gesucht werden starke Ideen, kreative Köpfe, kleine Helden, ungewöhnliche Konzepte oder mutige Projekte von Klassen, Jahrgangsstufen oder einzelnen Schülern an allen Berliner Grund- und Oberschulen, die sich mit Leidenschaft dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben haben. Das Themenspektrum ist breit und vielfältig – sei es die Wertstofftrennung im Klassenraum, Aktionen zum bewussten Umgang mit Energie, Konsum, Ernährung, Gesundheit oder visionäre Kunstprojekte zum Leben in der Welt von morgen.

Der Wettbewerb ist mit insgesamt 8.000 Euro dotiert. Eine Experten-Jury wählt aus allen Bewerbungen insgesamt 15 vorbildhafte Projekte aus. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 23. April. Eingereicht werden können abgeschlossene oder bereits begonnenen Projekte. Bei den Präsentationsformen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Konzepte, Ideenskizzen, Plakate, Fotocollagen, selbstgedrehte Videos, Hörfunkbeiträge, Schülerzeitungen, Textbücher von Theaterstücken, Projekttexte oder Modelle mit Erläuterungen – jeder Beitrag ist willkommen. Der Wettbewerbsbeitrag soll die Grundidee des Projeks aufzeigen und Fragen beantworten wie: Welches Ziel hat das Engagement? Wie wird es umgesetzt? Wer wird einbezogen? Wer soll erreicht werden? Ist das Engagement langfristig angelegt?

Alle Informationen zum Wettbewerb  unter www.nachhaltigkeit-macht-schule.info

Kontakt:
GESOBAU AG
Kirsten Huthmann
Unternehmenskommunikation und
Marketing
Wilhelmsruher Damm 142
13439 Berlin
Tel.: 30 4073-1236
Kirsten.Huthmann@gesobau.de
www.gesobau.de

Sanieren für die Zukunft: GEWOBAG 2012 mit hoher Investitionstätigkeit

Keine Woche vergeht ohne neue Berichte über den Wohnungsmarkt, die boomenden Baubranche und die aktuelle Stadtentwicklung in der Metropole Berlin. Was aus dem Blick geriet: Die intensive Investitionstätigkeit städtischer Unternehmen, um den Wohnungsbestand in seiner Qualität zu sichern und energetisch für zukünftige Generationen zu modernisieren. Neben dem Neubau und dem Ankauf von Wohnungen und Häusern bleibt eine zentrale Aufgabe der Unternehmen, für den Erhalt der Bausubstanz zu sorgen und so die Wohnqualität für breite Schichten der Metropolenbevölkerung sicherzustellen.

Aus diesem Grund nimmt die GEWOBAG auch 2012 Geld in die Hand: Sie investiert 2012 rund 105 Millionen Euro. Einer der Investitionsschwerpunkte 2012 mit allein 25 Millionen Euro ist die energetische Modernisierung der denkmalgeschützten Siedlung Haselhorst im Norden von Berlin. Architekturliebhabern ist die Siedlung aus den 30er Jahren im Bauhausstil ein Begriff. Die Siedlung wurde zwischen 1930 und 1934 von insgesamt acht Architekten errichtet und setzte Maßstäbe für modernes Wohnen. Hier sollte auch nach der idealen Verbindung von gesundem Wohnen und wirtschaftlichem Bauen geforscht werden.

Walter Gropius hat sich seiner Zeit in die Bebauungsplanung eingebracht. 1995 wurde die Siedlung wegen ihrer städtebaulichen und wissenschaftlichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Besondere Herausforderung für die GEWOBAG seit Beginn der Modernisierungsmaßnahmen im Jahr 2003: die energetische Sanierung unter Denkmalschutz.

Gemeinsam mit dem Denkmalpflegeamt hat die GEWOBAG einen umfangreichen Denkmalpflegeplan erarbeitet, der sicher-
stellt, dass der Baustil nicht von der Sanierung in Mitleidenschaft gezogen wird. Mit großem Erfolg. Die Siedlung ist zu einem Schmuckstück in Spandau  geworden. 2013 wird die Modernisierung der rund 2.500 Wohnungen zum Abschluss kommen.

www.gewobag.de

Lebendige HOWOGE-Fassade: 500 m² Kunst in Berlin-Lichtenberg

Ende März war es soweit: die Jurypräsentation im HOWOGE-Fassadenwettbewerb fand in der Berlinischen Galerie am 29. März 2012 statt. Gesucht wurde das beste Konzept zur Fassadengestaltung des Ende letzten Jahres von der HOWOGE ausgeschriebenen Wettbewerbs für Lichtenberger Kieze. Neben Staatssekretär Ephraim Gothe, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, Bezirksbürgermeister von Berlin-Lichtenberg, Dr. Thomas Köhler, Direktor der Berlinischen Galerie gehörten auch Christina Schulz, die Leiterin der Jugendkunstschule Berlin-Lichtenberg, und Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der HOWOGE zur Jury.

Der Lichtenberger Künstler Christian Awe ging aus dem Wettbewerb als Sieger hervor. "Awe präsentierte eine durchweg schlüssige Konzeption, die insbesondere auch unserem Anspruch, Kinder und Jugendliche vor Ort in das Projekt einzubinden, auf eine gelungene Weise umsetzt", erläuterte Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der HOWOGE und Jurymitglied nach der Entscheidung. "Lebens(t)räume Lichtenberg"- lebendige Fassaden, so das elementare Thema des künstlerischen Entwurfs von Christian Awe, überzeugte insbesondere auch tatsächlich durch seine lebendige Gestaltung. „Die Leuchtkraft meiner Farben soll unseren Stadtbezirk Lichtenberg eine neue ästhetische Identität erschaffen, die urbanen Räume sollen unverwechselbar werden“, so der Künstler zu seinen Konzeptgedanken.

Der Projektbeginn für die Gestaltung der ersten Fassade durch Awe ist für diesen Sommer an dem HOWOGE-Gebäude Frankfurter Allee 178-192 mit einer Fassadenfläche von rund 510 m² geplant. Dies entspricht einer Fläche, die größer als ein Basketballfeld ist. Weitere Fassaden sollen in den nächsten Jahren folgen. Insgesamt hatten sechs Künstler die Gelegenheit, in der finalen Wettbewerbspräsentation ihr Konzept der Jury vorzustellen. Das Team reset und das Team Katleen Arthen erreichten beide Platz zwei.

IBB Wohnungsmarktbericht 2011

Die Nachfrage nach Wohnraum ist in Berlin in den letzten Jahren stetig gewachsen. Während das Angebot dieser Entwicklung in der Vergangenheit nicht gefolgt ist, stieg 2010 die Bautätigkeit wieder leicht an.

Dieser Trend scheint sich 2011 deutlich zu verstärken. Der IBB Wohnungsmarktbericht 2011, den die IBB gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vorgelegt hat, zeigt, dass die Nachfrage  aber nach wie vor schneller als das Angebot wächst, so dass die Reserven auf dem Wohnungsmarkt weiter schmelzen und die Angebotsmieten für neue Mietverträge sowie die geforderten Kaufpreise für Wohnimmobilien steigen.

Laut IBB Wohnungsmarktbericht 2011 beträgt der mittlere Angebotspreis (Median) für ein Ein-/Zweifamilienhaus in Berlin 239.800 Euro. Eine Eigentumswohnung wird im Mittel für 1.840 Euro/m² angeboten und die mittlere Angebotsmiete in Berlin liegt für Neuvermietungen bei 6,49 EUR/m² nettokalt. Die Angebotsmieten im Neubau liegen naturgemäß über diesem Niveau.

Da davon auszugehen ist, dass die Nachfrageentwicklung in den kommenden Jahren weiterhin steigen wird, muss sich als ein gegensteuerndes Instrument die Neubautätigkeit weiter erhöhen. Darüber hinaus ist es aber auch erforderlich, dass das vorhandene Angebotspotenzial leerstehender Wohnungen zunehmend aktiviert wird.

Gelingt dies nicht, so ist mittelfristig von weiteren Preissteigerungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt und dabei insbesondere in den begehrten innerstädtischen Wohnlagen auszugehen. Der IBB Wohnungsmarktbericht 2011 kann auf der website der IBB unter der Adresse www.ibb.de heruntergeladen werden.

Gute Zeit für IBB-Finanzierungsantrag

Für Investitionen und innovative Technologieprojekte in Berlin ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt. Am 31. Dezember 2013 läuft die aktuelle EU-Förderperiode aus. Darauf weist die Investitionsbank Berlin hin.

Unternehmen, die also bis Ende 2013 für ihre Vorhaben Fördermittel bei der IBB in Anspruch nehmen wollen, sollten jetzt aktiv werden, um die bestehenden, günstigen Fördermöglichkeiten – etwa im Rahmen des Technologieprogramms Pro FIT oder des Investitionsförderprogramms GRW – noch nutzen zu können.
 
Kontakt:
Investitionsbank Berlin
Kundenberatung
Wirtschaftsförderung
Bundesallee 210
101719 Berlin

Telefon:
030 / 2125 - 4747
E-Mail:
kundenberatung.wirtschaft@ibb.de

Mein Name ist Willi Wohnlich…

...und ich bin ein Wohnmobil mit ausgesprochen menschlichen Zügen. STADT UND LAND hat mir ein tolles Outfit und einen flotten Haarschnitt verpasst und schickt mich von Mitte April bis Mitte Juni 2012 als Außendienstmitarbeiter auf große Tour durch Berlin und Brandenburg. Sehen und gesehen werden heißt es, wenn ich dort anrolle, wo ich viele Menschen treffen kann: bei Veranstaltungen, Festen, Märkten oder vor Einkaufszentren. Ich bringe viele Überraschungen mit und rolle für alle Besucher einen blauen Teppich aus. Originelle Aktionen laden zum Mitmachen und Spaß haben ein, und es gibt natürlich auch Informationen rund um das Wohnen bei der STADT UND LAND.

Aber ich wäre nicht ein Wohnmobil, wenn ich nicht gerne in Urlaub fahren würde. Und deshalb stellte ich mich selbst als Hauptgewinn im großen Gewinnspiel zur Verfügung.

Unter dem Motto „Zu Hause: Mein schönster Moment“ sucht die STADT UND LAND ab 23. März 2012 Fotos und Filme aus dem Leben Berliner und Brandenburger Familien. Dem Hauptgewinner winkt ein zweiwöchiger Urlaub mit mir.

Details zu mir und zum Gewinnspiel finden Sie auf meiner Website unter
www.willi-wohnlich.de.

Dort gibt es auch Informationen zu meiner Tour durch Berlin und Brandenburg.

Zukunftsakademie Gropiusstadt gegründet

Die Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH hat gemeinsam mit dem Berliner Wohnungsunternehmen degewo, der Deutschen Telekom AG und drei Neuköllner Schulen die Zukunftsakademie Gropiusstadt gegründet. Das Modellprojekt zur Berufsvorbereitung richtet sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund.
Beteiligt sind die Integrierten Sekundarschulen Liebig-Schule und Hermann-von-Helmholtz-Schule sowie die Gemeinschaftsschule Walter-Gropius.  

Ziel des innovativen Projektes ist es, ein enges Netzwerk zwischen Lehrern, Schülern und Unternehmensmitarbeitern zu knüpfen. Schülerinnen und Schüler werden von der siebten Klasse an Schritt für Schritt auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Im Rahmen des Projektes sollen alle Beteiligten lernen, miteinander zu kooperieren und zu planen.

Ulrich Söding, Leiter des Institutes für berufliche Bildung im Gesundheitswesen (IbBG) von Vivantes: „Dieses Modellprojekt ist Teil der systematischen Nachwuchsarbeit von Vivantes. Als größtes Berliner Gesundheitsunternehmen werden wir auch in Zukunft viele Fachkräfte benötigen. Gleichzeitig haben immer mehr Schulabgänger Schwierigkeiten, die Ausbildungsanforderungen zu erfüllen. Dieser gesellschaftlichen Realität müssen wir uns stellen, und die Zukunftsakademie Gropiusstadt ist da ein guter Weg. Von diesem Projekt können alle Beteiligten profitieren.“

Die Zukunftsakademie Gropiusstadt wird u.a. vom Bezirk Neukölln und dem Berliner Senat unterstützt sowie durch das ESF-Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)“ gefördert. Das Quartiersmanagement Lipschitzallee und die Bürgerstiftung Neukölln sind ebenfalls als Partner beteiligt, die Projektsteuerung erfolgt durch telea GmbH.

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